Probenanalyse mittels QR-Code

20. März 2020 | Tags: Presse, QR-Lab

Im Schweizer Online-Magazin «Republik» erschien heute der Artikel «Die Zahl der Todesfälle haben wir aus Wikipedia entnommen».

Laut den Recherchen sei die Übermittlung der Daten rund um die Probe (Patientendaten, Analyseresultate) von Medienbrüchen und Fehlern gezeichnet: Abtippen von Daten ab Telefonanruf und Fax gehörten zur Tagesordnung und verzögern die Datenübermittlung und Aktualisierung von Statistiken.

Ziele

Aufgrund der mir vorliegenden Informationen wurde ich zu einem Vorschlag für Verbesserungsmöglichkeiten der bestehenden Arbeitsabläufe befragt. Der im Folgenden grafisch dargestellte Ablauf beruht auf folgenden Überlegungen:

  • Das System soll rasch auszurollen sein:
    • Keine Änderung oder Anforderungen an die Arztpraxis. Ein bestehendes Smartphone soll ausreichen.
    • Keine vorgängige aufwändige Identifikation der Ärztinnen und ihres Personals.
  • Das System soll flexibel einsetzbar sein, sowohl für die Arztpraxis als auch für unkomplizierte Massentests.
  • Auch anonyme Tests sollen möglich sein.
  • Patient, Ärztin sowie statistikführende Stellen und Aufsichtsbehörden sollen beim Vorliegen von Testresultaten umgehend informiert werden.
  • Die Rollen und Zugriffsrechte werden automatisch durch den Kontakt mit dem Proberöhrchen vergeben.

Ablauf

Daraus ergibt sich folgender Vorschlag für einen verbesserten Arbeitsablauf:
  1. Jedes Probenröhrchen besitzt einen einzigartigen QR-Code.
  2. Der QR-Code ist eine URL für eine Webapp mit einer nicht erratbaren, eindeutige Kennung für diese Probe.
  3. Die Arztpraxis scannt diesen Code mit beliebigem Smartphone, es ist keine Vorinstallation oder besondere Berechtigung notwendig.
  4. In der erscheinenden Webapp werden allenfalls Zusatzdaten eingegeben. Durch die Datenerfassung direkt an der Quelle werden Fehler reduziert und gewisse Daten müssen gar nicht erst erfasst werden.
  5. Die Arztpraxis wird dadurch, dass sie als erste die Probe scannen, zur Verwalterin der Probe und der daraus entstehenden Daten.
  6. Optionales Scannen durch die Patientin mit ihrem eigenen Smartphone, damit sie unmittelbar nach dem Erfassen des Resultats informiert wird. Ihre Rolle ergibt sich automatisch durch die Scan-Reihenfolge.
  7. Im Labor werden die Testresultate direkt mit dem QR-Code verknüpft und via Pushnachricht unmittelbar an Praxis/Patientin geschickt. Das Labor ist das Einzige, das zwingend über ein Konto im System verfügen muss, damit es die Schreibrechte hat. Bei allen anderen ist ein Konto optional.
  8. Bei meldepflichtigen Krankheiten kann die Nachricht an die zuständigen Behörden ebenfalls auf demselben Weg erfolgen.

Vorteile

Durch die Verwendung von Standardprotokollen und offenen Schnittstellen können Sicherheit und Interoperabilität gewährleistet werden. Jeglicher Transport der Daten erfolgt verschlüsselt und manipulations-/abhörsicher.

Eine aufwändige, komplizierte und fehleranfällige Benutzerverwaltung entfällt vollständig.

Das Deployment des Systems ist einfach, da Installation und Registrierung entfallen und sich die Schulung auf ein Minimum beschränkt. Interoperabilitätsprobleme bestehen bei Praxis und Patientin keine, durch optionale Anbindung kann der Prozess jedoch noch etwas optimiert werden. Einzig beim EDV-System des Labors ist eine Schnittstelle wirklich empfehlenswert.

Konzept QR-Lab: Optimierter Probenprozess

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